Klima und Wetter in GeorgienKlima und Wetter in Georgien

Die in Deutschland übliche Werbung für einen Urlaub in Georgien spricht oft von vier der auf der Erde bekannten fünf Klimazonen in einem Land, das nicht größer als Bayern ist.
Eine moderne effektive Klimaklassifikation geht mittlerweile über diese von der physischen Sonneneinstrahlung bestimmte Klimazonensystematik hinaus. Es werden ausgehend von fünf Klimaklassen mit speziellen Klimatypen und -untertypen bis zu 30 unterschiedliche Klimaklassifikationen definiert.

Klimakarte der Erde
Klimakarte der Erde nach Köppen-Geiger-Klassifikation (Quelle: Wikipedia), Legende:
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    Eine allgemein gültige Aussage über das Klima eines gesamten Landes zu treffen ist für Georgien nicht nur aufgrund der räumlichen Unterschiede unmöglich. Die Lage zwischen zwei Meeren, die Gebirge, die Täler sowie die Ebenen und Hochplateaus schaffen unterschiedliche mikroklimatische Verhältnisse.
    Zum einen verändern sich die Bedingungen in vertikaler Richtung mit zunehmender Höhe und zum anderen spielt in horizontaler Richtung die Entfernung zum Meer eine Rolle. Aber auch andere Faktoren wie zum Beispiel die Ausrichtung der Bergtäler kommen hinzu.

    Für das kleine Georgien mit fast tropischem Klima am Schwarzem Meer und dem kontinentalen Klima im Osten ergeben sich nach einer Arbeit von Michael Schäfer letztlich die Zuordnung von mindst. sieben Klimaklassifikationen. Einzig Bereiche mit tropischem Regenwaldklima (A) sind in Georgien nicht zu finden. Die anderen vier Klimaklassen, d.h. warmgemäßigte Regenklimate (C), Trockenklimate (B), Schneewaldklimate (D) und kalte Klimate jenseits der Baumgrenze (E) werden von ihm in Georgien identifiziert:

    Klimakarte Georgiens

    Trockenklimate (B): Innerhalb des Bereichs der Trockenklimate wird zusätzlich zwischen einem etwas feuchteren Steppenklima (BS) und einem Wüstenklima (BW) unterschieden.
    Neben Steppenklima in Ostgeorgien, wie z.B. in großen Teilen der Weinbauregion Kachetiens (კახეთი), wo man auch den Waschlowani-Nationalpark mit Schlammvulkanen besichtigen kann, und Qvemo Qartli (ქვემო ქართლი), gibt es sogar eine kleine Wüste (უდაბნო) als schöne Ausflugsziel mit einer Mondlandschaft und Kloster Davit Gareja aus 6. Jahrhundert nicht weit von Tbilissi.

    Warmgemäßigte Klimate (C) werden mit einer Durchschnittstemperatur des kältesten Monats zwischen 18°C und –3°C, sowie des wärmsten Monats über 10°C definiert.
    Der westliche Teil Georgiens gehört zu diesem warmgemäßigten Klima, in dem alle Monate ausreichend Niederschlag haben.
    Dabei gibt es sowohl immerfeuchten warmgemäßigten Klimate an der Schwarzmeerküste und der Kolchische Tiefebene (Cfa), als auch ein immerfeuchtes warmgemäßigtes Klima (Cfb-Klimat) weiter landeinwärts, beginnend im Hinterland von Batumi.
    Durch lokalen subtropischen, fast sogar tropischen Bedingungen an manchen Orten, kann man dort nicht nur Urlaub am Meer im Sommer machen, sondern auch Regenwald und die Feuchtgebiete in Nationalparks besuchen.

    Schnee-Wald-Klimate (D) haben eine Durchschnittstemperatur des kältesten Monats unter –3°C und im wärmsten Monat über 10°C.
    In zunehmender Höhe hat Georgien entsprechende Schnee- und Waldklimate (Dfc- und Dfb-Klimat) zu bieten. In den Gebirgswäldern Georgiens (Dfb) entlang der Georgischen Heerstrasse kann man auch ein Blick auf das Flussbett des Aragvi werfen.
    Im großen Kaukasus (Dfc), z.B. in Swanetien oder Tuschetien kann man im Sommer sehr gut wandern gehen. Für das Skifahren in Georgien bietet der große Kaukasus herausragende Möglichkeiten.

    Eisklimate (E) mit einer Durchschnittstemperatur des wärmsten Monats unter 10°C. In Höhen von über 3000 m treten diese Eisklimate (= E-Klimat) auf, was sich auch in der Vergletscherungen zeigt.

    Klima entspricht natürlich nicht gleich dem konkreten Wetter vor Ort, aber aus den für Georgien identifizierten Klimaklassifikationen lassen sich für eine persönliche Beratung bei der Reiseplanung die besten Reisezeiten und mögliche Reiseformen (Skiurlaub bis in den April, Badeurlaub am Schwarzen Meer) finden.
    Das vielfältige Klima hat natürlich auch direkt eine Auswirkung auf die ausgeprägte Pflanzen- und Artenvielfalt in Georgien, die man insbesondere in einem Wander-Urlaub in der Natur aktiv erleben kann.

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